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Traumatherapie - EMDR

Trauma

Alle Erlebnisse, die die psych. Verarbeitungsmöglichkeiten eines Menschen übersteigen, haben das Potential ein Trauma mit Traumafolgestörungen zu verursachen.

Dies können schwere Unfälle, Erkrankungen oder Naturkatastrophen sein. Aber auch Erfahrungen, die mit körperlicher oder psychischer Gewalt einhergingen, Erfahrungen mit massiven grenzüberschreitendem Verhalten anderer, oder schwere Verlust- oder Vernachlässigungserfahrungen.

Traumatisch erlebte Ereignisse können eine tiefe seelische Erschütterung hervorrufen, die in der Folge eine Überforderung des angeborenen biologischen Stresssystems verursachen.

Durch die überwältigende Stressreaktion im Gehirn wird eine angemessene Verarbeitung der erlebten Ereignisse behindert.

Infolge dessen wird die Erfahrung nicht wie sonst integriert und verarbeitet und es kommt ggf. zur Ausprägung von Folgebeschwerden

 

 

 

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

 

 

EMDR ist ein psychotherapeutisches Verfahren, das seit Mitte der 90er Jahre überaus erfolgreich in der Trauma-Therapie eingesetzt wird.

 

Wenn Erlebtes die natürlichen individuellen Verarbeitungsfähigkeiten des Menschen überschreitet, kann dies zu einer Vielzahl von möglichen Störungen, Ängsten und Blockaden führen.

Mit Hilfe von EMDR kann die Verarbeitung und Integration des Erlebten gefördert werden.

Voraussetzung für eine Bearbeitung des Erlebten ist jedoch eine ausreichende Stabilität der betroffenen Person.

Die Behandlung in meiner Praxis erfolgt individuell auf die Person und die aktuelle Lebenssituation abgestimmt.

Der Fokus der Behandlung richtet sich zu Beginn besonders auf die vorhandenen Ressourcen und den Aufbau einer notwendigen psych. Stabilität. Dies setzt sich auch weiter fort und ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.

Somatic Experiencing

Mit Somatic Experiencing® wird das traumatische Ereignis körperlich und geistig neu verhandelt. Dabei ist nicht das Ereignis selbst entscheidend, sondern vielmehr die Reaktionsweise des Nervensystems, d.h. wie die physiologischen Regulationskräfte mit der Bedrohung fertig geworden sind. Mit Somatic Experiencing® ist es möglich, ohne Inhalt oder Erinnerung zu arbeiten, wenn das Ereignis zu belastend erscheint. Eine mögliche Retraumatisierung bei der Aufarbeitung wird vermieden, indem die im Nervensystem gebundene Energie schrittweise zur Entladung kommt.
Wesentliche Elemente im Heilungsprozess sind: Ressourcenbildung, Erdung, Zentrierung und das Nachspüren der Körperempfindungen, der Verhaltensweisen, Gefühle, Gedanken, der Bilder und Bewegungen.
Zuerst werden mit den Klienten jene Ressourcen entwickelt, die während der ursprünglichen Situation fehlten oder unzureichend waren. Auf dieser gestärkten Basis erfolgt dann die Annäherung an das Trauma. Im Pendeln zwischen den Ressourcen und der für das Nervensystem überwältigenden Erfahrung wird die gebundene Überlebensenergie gelöst. Die Veränderung erfolgt bewusst in kleinen Schritten, damit das System sie auch wirklich integrieren kann.
So kann der Körper die Reaktion auf die Bedrohung auf natürliche Weise zum Abschluss bringen und damit die mobilisierte Energie entladen. Auf diese Weise findet das Nervensystem wieder zu seiner ursprünglichen Selbstregulierungsfähigkeit zurück, die Symptome können sich lösen.

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